Ausschreibungsdetails
Auftragsbekanntmachung
Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A
Formular 121 - VHB-Bund - Ausgabe 2019
a)
Öffentlicher Auftraggeber (Vergabestelle)
b)
Verfahrensart „Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A“
c)
Angaben zum elektronischen Vergabeverfahren und zur Ver- und Entschlüsselung der Unterlagen
Zugelassene Angebotsabgabe
- elektronisch
- ohne elektronische Signatur (Textform)
d)
Art des Auftrags
e)
Ort der Ausführung
f)
Art und Umfang der Leistung, ggf. aufgeteilt nach Losen
Das Grundstück befindet sich in der Scharnhorststraße zwischen den Wohngebäuden Nr. 29 und Nr. 30 in Berlin Mitte und war ursprünglich Teil des im Westen angrenzenden Invalidenfriedhofes. Im Zuge der Maßnahme wird das Grundstück geteilt. Ca. 2/3 der Fläche werden als öffentliche Grünfläche dem Bezirk Berlin-Mitte gewidmet und dienen als Ausgleichsfläche für das Besucher- und Informationszentrum des Deutschen Bundestages (BIZ). Ca. 1/3 der Fläche verbleibt im Bundesbesitz als Vorhaltefläche und wird im Zuge der Maßnahme temporär als Grünfläche hergerichtet. Beschreibung des Ortes: Nutzungen Die Liegenschaft wurde in den 1970er Jahren vom Invalidenfriedhof getrennt und als Erweiterung des Regierungskrankenhauses genutzt. Dafür wurde die Fläche vollständig betoniert und mit einem Garagenkomplex mit Waschhalle inkl. Fettabscheider bebaut. Bis Mai 2025 wurde die Fläche zudem als außenliegender Parkplatz seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) genutzt Die Garagen, die Grenzmauer zum Invalidenfriedhof sowie die befestigten Flächen und Infrastruktureinrichtungen wurden in einer vorgezogenen Maßnahme 2025/2026 abgebrochen. Besonderheiten Da die Fläche vormals Teil des angrenzenden Invalidenfriedhofs war, und bei der Überformung in den 1970ern vermutliche keine Gräber geborgen oder umgebettet wurden, ist bei künftigen tieferen Eingriffen in den Boden mit dem Fund von Gebeinen zu rechnen. Die Bodenarbeiten werden daher durch einen Archäologen begleitet. Bei der Fläche handelt es sich zudem um eine Kampfmittelverdachtsfläche. Ein Feuerwerker muss die Eingriffe in den Boden begleiten. Ein vom AG beauftragtes Ingenieurbüro überwacht die Durchführung und die Einhaltung des Räumkonzeptes nach BFR KMR. Im Erstanalysekonzept wurde der beprobte Bodenaushub gemäß EBV als unbedenklich eingestuft (Klasse BM-0 Sand). Die Beprobung des Bodens und der Haufwerke sowie das Abfallmanagement erfolgen durch ein durch den AG beauftragtes Ingenieurbüro. Beschreibung der Leistung Bei dieser Vergabe handelt es sich um Leistungen zur Herstellung von Freianlagen inkl. eines Wegeanschlusses zum Invalidenfriedhof, die Errichtung von zwei neuen Gartenhydranten sowie der Rückbau einer- und die Herstellung von zwei neuen Gehwegüberfahrten. Die zu bearbeitende Fläche umfasst ca. 3.660 m2. Die Leistungen beinhalten unter anderem: - Erdarbeiten, ATV DIN 18300 - Verkehrswegebauarbeiten, ATV DIN 18315 - Pflasterdecken und Plattenbeläge, Einfassungen, ATV DIN 18318 - Landschaftsbauarbeiten, ATV DIN 18320 - Mauerarbeiten, ATV DIN 18330 - Metallbauarbeiten, ATV DIN 18360 Die Bearbeitungsfläche ist in zwei Lose aufgeteilt die parallel bearbeitet werden und folgende Bereiche umfassen: LOS 1: Gestaltung einer öffentlichen Grünfläche als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche, ca.2.320 m2. Wegeverbindung zwischen Grünfläche und Wegenetz des angrenzenden Invalidenfriedhofes, ca. 60 m2 Arbeiten im Bereich des öffentlichen Gehweges und Herstellung von einer Gehwegüberfahrt, ca. 50 m2 Die Leistungen beinhalten unter anderem: Erdarbeiten: - ca. 1.200 cbm Abtrag Boden (lageweise) - ca. 500 cbm Lieferung und Einbau Oberboden - ca. 100 cbm Lieferung und Einbau Füllboden Herstellen von Wegeflächen: - ca. 85 qm Natursteinpflaster Großstein - ca. 200 qm Wassergebundene Wegedecke - ca. 200 m Einfassungen Naturstein - ca. 85 m Einfassungen Stahlband Mauerarbeiten: - ca. 40 m Klinkersockel Metallbauarbeiten: - ca. 40 m Zaun Stahl auf Klinkersockel, H 1,50 m - ca. 60 m Zaun Stahl, H 1,80 m Herstellen von Pflanzungen und Rasenflächen: - 23 Stück Bäume - 138 Stück Sträucher - ca. 300 qm Bodendecker und Staudenpflanzungen - ca. 450 qm Rasenfläche LOS 2: Provisorische Herrichtung einer Fläche als Rasenfläche inkl. Umzäunung, ca. 1.170 m2 Arbeiten im Bereich des öffentlichen Gehweges sowie Rückbau und Herstellung von je einer Gehwegüberfahrt, ca. 60 m2 Die Leistungen beinhalten unter anderem: Erdarbeiten: - ca. 60 cbm Abtrag Boden (lageweise) - ca. 180 cbm Lieferung und Einbau Oberboden - ca. 80 cbm Lieferung und Einbau Füllboden Mauerarbeiten: - ca. 20 m Klinkersockel Metallbauarbeiten: - ca. 20 m Zaun Stahl auf Klinkersockel, H 1,50 m - ca. 75 m Zaun Stahlgittermatte, H 1,50 m Herstellen von Rasenflächen: - ca. 1.170 qm Rasenfläche Ausführungszeitraum Voraussichtlicher Baubeginn:04/2026 Ausführungsende:12/2026 Ergänzende Unterlagen Ausführungspläne Bodengutachten Archäologisches Grabungskonzept Kampfmitteltechnische Gefährdungsabschätzung sowie Räumkonzept Gutachten über die Bestandsbäume Eignungsnachweise Es ist nachzuweisen, dass der Bieter über Erfahrungen in der Abwicklung der o.g. Leistungen verfügt. Folgende Nachweise/Angaben/Unterlagen sind vorzulegen: Nachweis über die Zulassung des Landes Berlin für die Arbeiten im Bereich öffentlicher Gehweg (ULV) oder die Nennung eines geeigneten Nachunternehmers. Nachweis über die Genehmigung nach §7 SprengG für die Kampfmittelbegleitung bei Bodenarbeiten oder die Nennung eines geeigneten Nachunternehmers. Entsprechend den örtlichen Verhältnissen der Räumstelle gilt ein Verhältnis von einem Befähigungsscheininhaber gem. §20 SprengG zu 1 Arbeitskraft (Sondierer, Helfer). Nachweis über die Genehmigung nach DVGW GW302, GN2(A) für die Herstellung der Rohrverlegung in grabenloser Bauweise als HDD-Verfahren sowie die Zertifizierung nach DVGW GW301, Gruppe W3 für den Werkstoff PE oder die Nennung eines geeigneten Nachunternehmers. Eignungskriterien: Mindestanforderungen: Durchschnittlicher Jahresumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren: in Summe mind. 1,8 Mio. Euro, brutto Anzahl der jahresdurchschnittlich fest angestellten Mitarbeiter im Bereich der Bauausführung in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren: in Summe > 12 Arbeitskräfte, und > 3 Vorarbeiter Darstellung von mindestens drei Referenzen zu Landschaftsbauarbeiten, die mit der Bauaufgabe vergleichbar sind, mit folgenden Angaben und Mindestkriterien: a) Bezeichnung des Bauvorhabens b) Bauherr, Auftraggeber (Name, Anschrift, Telefonnummer, Ansprechpartner) c) vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner oder Nachauftragnehmer) d) Ort der Ausführung e) Ausführungszeitraum (Fertigstellung der Leistung innerhalb der letzten 5 Geschäftsjahre) f) stichwortartige Benennung des im eigenen Betrieb erbrachten maßgeblichen Leistungsumfanges unter Angabe der ausgeführten Mengen g) Zahl der hierfür durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer h) Auftragswert der beschriebenen Leistungen von mindestens 500.000 Euro netto i) stichwortartige Beschreibung der besonderen technischen und gerätespezifischen Anforderungen, einschließlich der Angabe, ob die Leistung für Neubau / Umbau / Denkmal erbracht wurde.
g)
Angaben über den Zweck der baulichen Anlage oder des Auftrags, wenn auch Planungsleistungen gefordert werden
h)
Losweise Vergabe
(Art und Umfang der Lose siehe Buchstabe f)
i)
Ausführungsfristen
j)
Nebenangebote
k)
Mehrere Hauptangebote
l)
Bereitstellung/Anforderung der Vergabeunterlagen
Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit Angebotsabgabe gefordert war, werden
nachgefordert.
o)
Ablauf der Angebots- und der Bindefrist
p)
Angebote sind einzureichen
q)
Sprache, in der die Angebote abgefasst sein müssen
r)
Zuschlagskriterien
s)
Öffnung der Angebote
t)
Geforderte Sicherheiten
u)
Wesentliche Finanzierungs- und Zahlungsbedingungen und/oder Hinweise auf die maßgeblichen Vorschriften, in denen sie enthalten sind
v)
Rechtsform der / Anforderung an Bietergemeinschaften
w)
Beurteilung der Eignung
führen den Nachweis der Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis). Bei Einsatz von Nachunternehmen ist auf gesondertes Verlangen nachzuweisen, dass diese präqualifiziert sind oder die Voraussetzung für die Präqualifikation erfüllen.
haben zum Nachweis der Eignung mit dem Angebot das ausgefüllte Formblatt „Eigenerklärung zur Eignung“ vorzulegen. Bei Einsatz von Nachunternehmen sind auf gesondertes Verlangen die Eigenerklärungen auch für diese abzugeben. Sind die Nachunternehmen präqualifiziert, reicht die Angabe der Nummer, unter der diese in der Liste des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Präqualifikationsverzeichnis) geführt werden.
Gelangt das in die engere Wahl, sind die Eigenerklärungen (auch die der Nachunternehmen) auf gesondertes Verlangen durch Vorlage der in der „Eigenerklärung zur Eignung“ genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen. Bescheinigungen, die nicht in deutscher Sprache abgefasst sind, ist eine Übersetzung in die deutsche Sprache beizufügen.